Der vielseitige Unterdeckenabhänger bzw. Schallschutzabhänger der AMC Baureihe Akustik+Sylomer®, Typ Channel Clip, hat unter realen Bedingungen eine hohe Schalldämmung gezeigt, selbst bei geringem Abstand zwischen Bestandsdecke und Unterdecke. Dies geht aus Schallmessungen hervor, die vom französischen Akustikingenieurbüro Acoustika durchgeführt wurden.
15/01/2026
Feldversuche sind ein grundlegendes Instrument zum Verständnis des akustischen Verhaltens von Bausystemen unter realen Bedingungen und ergänzen theoretische Berechnungen sowie Laborprüfungen. In diesem Zusammenhang hat das französische Akustikingenieurbüro Acoustika eine Reihe von Vor-Ort-Messungen in einem Wohngebäude aus den 1970er-Jahren in der Gemeinde La Garenne-Colombes durchgeführt, mit dem Ziel, den Einfluss der Akustik+Sylomer® Channel Clip-Schallschutzabhänger auf die Verbesserung der Schalldämmung zu bewerten.
Der Test ist repräsentativ für eine akustische Installation im Wohnungsbau, bei der sowohl der geringe Verlust an Raumhöhe als auch der Schutz vor durch menschliche Aktivitäten verursachtem Lärm eine hohe Priorität haben.
Die Untersuchung wurde in einer für bestehende Wohngebäude typischen Konfiguration durchgeführt, bei der die verfügbare Höhe für den Einbau einer abgehängten Decke begrenzt ist und die Schalldämmung von nutzungsbedingtem Lärm ein wesentliches Anforderungskriterium darstellt.
Für den Test wurde unter der bestehenden Rohdecke eine abgehängte Konstruktion aus Gipskartonplatten installiert, die mit AMC Akustik+Sylomer® Channel Clip-Schallschutzabhängern befestigt war (Endkonfiguration mit „Akustik Channel Clip“). Die Rohdecke bestand aus einer 150 mm dicken Stahlbetonplatte. Es wurden Messungen vor und nach der Installation durchgeführt. Nachfolgend sind die Anfangs- und Endkonfigurationen dargestellt:
| Beschreibung der analysierten Konfigurationen |
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Ausgangszustand |
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- Teppichboden
- 150mm dicke Stahlbetonplatte
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Endkonfiguration
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Wie aus dem Querschnitt hervorgeht, ist die Höhe des Luftspalts zwischen Rohdecke und abgehängter Decke reduziert und entspricht der Summe der Bauhöhen des Channel Clip-Schallschutzabhängers (30mm im eingebauten Zustand) und des Profils „Type Omega SPP“ (25 mm), also insgesamt 55mm.
Bei solchen Konfigurationen wird die geringe Luftschicht häufig als begrenzend für den Beitrag elastischer Schallschutzabhänger zur Schalldämmung angesehen. Die durchgeführten Messungen ermöglichen jedoch eine Analyse des realen Systemverhaltens unter diesen spezifischen geometrischen Bedingungen.
Einfluss der Höhe der Luftkammer
Elastische Schallschutzabhänger wie der Akustik+Sylomer® Channel Clip werden zur Aufhängung von abgehängten Decken verwendet, die durch eine bestimmte Steifigkeit gekennzeichnet sind. Generell führt eine geringere Steifigkeit dieser Elemente zu einer niedrigeren Eigenfrequenz des Masse-Feder-Systems und damit zu einer besseren Schalldämmung gegenüber dynamischen Anregungen oberhalb dieser Frequenz. Dieses Verhalten hängt jedoch nicht ausschließlich von den elastischen Schallschutzabhängern ab, da auch die im Hohlraum zwischen Decke und Rohdecke eingeschlossene Luft einen wesentlichen Einfluss auf das vibroakustische Verhalten des Systems hat.
Luft ist ein kompressibles Gas, das sich unter äußerer Arbeit – etwa durch die durch eine Lärmquelle angeregte Bewegung der Rohdecke – verdichtet und ausdehnt. Dadurch verhält sich die eingeschlossene Luft wie eine äquivalente elastische Feder. Die Steifigkeit dieser „Luftfeder“ hängt sowohl von den thermodynamischen Eigenschaften des Gases als auch von den geometrischen Parametern des Hohlraums ab, insbesondere von dessen Grundfläche, Höhe und Luftdichtheit.
Aus mechanischer Sicht addiert sich die effektive Steifigkeit der Luft zur Steifigkeit der elastischen Schallschutzabhänger, da beide parallel wirken. Diese zusätzliche Steifigkeit erhöht die Eigenfrequenz des abgehängten Systems und kann somit die Schalldämmung im Tieffrequenzbereich verschlechtern.
Die Steifigkeit der eingeschlossenen Luft ist direkt proportional zur horizontalen Fläche des Hohlraums und umgekehrt proportional zu dessen Höhe. Kleine Luftkammern weisen daher eine hohe Steifigkeit und potenziell ungünstige Auswirkungen auf die Schalldämmung auf.
Durch das Einbringen von Mineralwolle in den Hohlraum, in der die effektive Luftsteifigkeit geringer ist als in freier Luft, wird die Gesamtsteifigkeit der Luftkammer verringert. Dies senkt die Gesamtsteifigkeit des Systems und verringert die vibroakustische Übertragung [1] (A. Buen, 2020). Ebenso ermöglicht eine mangelnde Luftdichtheit des Hohlraums den Luftaustausch mit der Umgebung, wodurch relevante Überdrücke vermieden und die kraftübertragende Wirkung der Luftfeder praktisch aufgehoben werden. Aus diesem Grund ist bei belüfteten Decken die Steifigkeit der Luft vernachlässigbar.
Wird der ungünstigste Fall angenommen – also eine vollkommen luftdichte Kammer ohne absorbierendes Material –, ergibt sich eine Eigenfrequenz des Systems von etwa 58,4Hz, wobei die Frequenz ohne dynamische Verstärkung bei ca. 85,6Hz liegt. Das verwendete Berechnungsmodell prognostiziert hingegen eine Eigenfrequenz von 10,2Hz und eine Isolationsfrequenz von 14,4Hz.
Die experimentellen Ergebnisse zeigen eine deutliche Verringerung des Luftschalldämmmaßes um 9 dBA im Oktavband 63Hz, das ungefähr den Frequenzbereich von 44Hz bis 88Hz abdeckt. Dieses Verhalten ist mit der pessimistischen Annahme unvereinbar, da dieses Band dort den gesamten Resonanzbereich des Systems abdecken würde, in dem weder Trittschall- noch Luftschalldämmung zu erwarten wäre.
Folglich zeigen diese Ergebnisse, dass der üblicherweise angewandte Ansatz die versteifende Wirkung der Luftkammer überschätzt und die Wirksamkeit der Schalldämmung unnötigerweise mit einem hohen Platzbedarf verknüpft.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass unter realen Einbaubedingungen der Einsatz von Schallschutzabhängern mit geringer Steifigkeit wie dem Akustik+Sylomer® Channel Clip auch bei reduzierten Luftkammerhöhen möglich ist, ohne die erzielte Schalldämmung zu beeinträchtigen.
Eine entsprechende Verbesserung im selben Frequenzbereich beim Trittschall wird hingegen nicht beobachtet, möglicherweise aufgrund einer globalen Anregung der Rohdecke, die experimentell nicht separat bewertet werden konnte.
Messmethode
Die Messungen wurden im Oktober 2025 vom Akustikingenieur Simon Guitton gemäß den Normen ISO 140-4 (Luftschall) und ISO 140-7 (Trittschall) durchgeführt. Bewertet wurden vertikale Schallübertragungen zwischen zwei übereinanderliegenden Räumen:
- Luftschall: Erzeugt im oberen Senderaum durch einen Dodekaeder-Lautsprecher, der rosa Rauschen abstrahlt. Die Schalldämmung wird durch den Vergleich der Schalldruckpegel im Senderaum und im darunterliegenden Empfangsraum mittels eines kalibrierten 01dB FUSION-Schallpegelmessgeräts bestimmt. Ziel ist die Minimierung der Schallübertragung.
- Trittschall: Erzeugt durch ein normiertes Fallhammergerät Brüel & Kjær 3207, das Gewichte auf den oberen Boden fallen lässt. Die Messung erfolgt ausschließlich im Empfangsraum mit dem Ziel, möglichst niedrige Schalldruckpegel zu erreichen.
Ergebnisse
Die Installation muss den französischen Vorschriften für Wohngebäude entsprechen (Nouvelle Réglementation Acoustique, Juni 1999), die folgende Grenzwerte festlegen:
Anforderungen an die Schalldämmung Gemäß der Norm 'Nouvelle Réglementation Acoustique' 1999 |
| Trittschalldämmung |
L'nT,w = 58 dB |
| Luftschalldämmung |
DnT,A ≥ 53 dB |
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Die vor und nach der Installation gemessenen Werte zeigen die Wirksamkeit des Akustik Channel Clip-Systems:
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| Konfiguration |
Luftschalldämmung |
Trittschalldämmung |
| Ausgangszustand |
DnT,A = 50 dB |
L'nT,w = 46 dB |
| Endkonfiguration |
DnT,A = 59 dB |
L'nT,w = 38 dB |
Zusammenfassung der Ergebnisse für Luft- und Trittschall vor und nach der Maßnahme.
Dies bedeutet:
Spektrum des gewichteten normierten Luftschallpegeldifferenzmaßes (DnT,A) vor (rot) und nach (blau) der Installation der Akustik Channel Clip-Schallschutzabhänger.
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Verbesserung der Trittschalldämmung (L'nT,w): –8 dB
Der Trittschallpegel im Empfangsraum verringert sich von 46 dB auf 38 dB. Während der Ausgangswert bereits den Vorschriften entspricht (unterstützt durch den Teppichboden im Senderaum), liegt der Endwert deutlich unter dem Grenzwert von 58 dB gemäß der NRA.
Die größten Verbesserungen treten ebenfalls im Oktavband 500 Hz auf. Eine Verringerung im 63-Hz-Band wird ebenfalls beobachtet, könnte jedoch teilweise durch strukturelle Schwingungen der Rohdecke beeinflusst sein, liegt jedoch ebenfalls unter dem normativen Grenzwert.
Spektrum des normierten Trittschallpegels (L'nT,w) vor (rot) und nach (blau) der Installation der Akustik Channel Clip-Schallschutzabhänger
Schlussfolgerung und Zugang zum Bericht
Die Ergebnisse zeigen, dass mit den flexiblen Schallschutzabhängern Akustik+Sylomer® Channel Clip die Anforderungen der akustischen Vorschriften nicht nur erfüllt, sondern übertroffen werden können, ohne die nutzbare Raumhöhe oder die Innenraumästhetik zu beeinträchtigen.
Zur erleichterten Einsicht in den vollständigen Messbericht wurde ein neuer Eintrag in unserer Akustik dB Finder Datenbank hinzugefügt, in dem das vollständige technische Dokument mit allen Messdetails verfügbar ist.
REFERENZ
[1] A. Buen, "Impulse forces and noise from dropped weights on concrete floors". June 2020.