AMC-MECANOCAUCHO hat an einer neuen Studie teilgenommen, die auf dem INTER-NOISE 2025 Kongress in Zusammenarbeit mit FCBA (Frankreich) und Marshall Day Acoustics vorgestellt wurde. Die Forschung wurde im Maquette Acoustique Bois durchgeführt, einem dreigeschossigen Experimentalgebäude aus CLT in Originalgröße am akustischen Prüfzentrum der FCBA in Bordeaux.
Die Studie befasst sich mit der vibroakustischen Charakterisierung von Anschlüssen zwischen Böden, Wänden und Decken unter Verwendung standardisierter Methoden zur Vorhersage der Flankenübertragung in mehrschichtigen Holzgebäuden.
Angewandte Methode
Es wurde eine Strategie basierend auf dem Modell der Statistischen Energieanalyse (SEA) und der Norm EN ISO 10848 angewendet. Die Schnellepegeldifferenz zwischen strukturellen Subsystemen (Dv,ij) wurde durch mechanische Erregung („Rain-on-the-Roof“-Methode) und mehrere Beschleunigungsmesser gemessen.
Aus diesen Messungen wurden die Kij-Reduktionsindizes berechnet, die im Vorhersagemodell EN 12354 verwendet werden, um die Schalldämmung von Raum zu Raum unter realen Projektbedingungen zu schätzen.
Getestete Konfigurationen
Fünf strukturelle Konfigurationen wurden getestet, darunter horizontale (Boden–Wand–Boden) und vertikale (Boden–Wand–Decke) Anschlüsse. Alle Aufbauten beinhalten mechanische Entkopplungssysteme mit AMC-Produkten:
|
Akustik+Sylomer® 25 Floor Mount
in schwimmenden Böden
|
|
|
Sylomer EP 500 + S35
zur Entkopplung von Trennwänden
|
|
Fermacell- und OSB-Platten wurden als Abschlussschichten verwendet, tragen jedoch nur begrenzt zur Schalldämmung bei, da die entscheidende Leistung von den elastischen Entkopplungssystemen stammt. Die Geschossdecke besteht aus 140 mm starken CLT-Paneelen mit mit Mineralwolle gefüllten Hohlräumen. Dv,ij wurde entlang jedes Flankenübertragungswegs gemessen.
Wesentliche Ergebnisse
- Anschlüsse mit elastischen Materialien zeigten eine hohe Schwingungsreduktion, insbesondere in der horizontalen Konfiguration Nr. 2.
- Der Übertragungspfad über den Boden wies dank der elastischen Komponenten eine deutlich höhere Schalldämmung (88,2 dB(A)) auf als andere Pfade.
- Der insgesamt vorhergesagte Schalldämmwert (DnT,w+C = 64 dB) lag deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert (53 dB), was die Wirksamkeit dieser Ausführung bestätigt.
Schlussfolgerungen
Die Studie zeigt, dass gemessene Dv,ij- und Kij-Werte erfolgreich in standardisierten Vorhersagemodellen wie EN 12354 eingesetzt werden können und die Genauigkeit der akustischen Planung in Holzgebäuden deutlich verbessern.
Für zukünftige Planungen ist es wesentlich, offene Datenbanken mit gemessenen Kij-Werten sowie standardisierte Qualifizierungsmethoden verschiedener Labore zu etablieren, um Konsistenz und Zuverlässigkeit der Planungsdaten sicherzustellen.